Ökologie

Der Begriff Ökologie (Naturhaushaltslehre) ist von den beiden griechischen Worten Oikos (Haus) und Logos (Lehre) abgeleitet. Er bezeichnet im ursprünglichen Sinne die Lehre von Haushalt und Natur. Ökologisches Gleichgewicht ist zu definieren als ungestörter Haushalt der Natur. Auf das Gebiet des Bauens bezogen wird schnell deutlich, dass der Begriff Bauökologie ein Widerspruch in sich ist.Bauen bedeutet immer Eingriff in die Natur, muss aber nicht zwangsläufig Umweltzerstörung bedeuten. Ökologisch bewusstes Bauen kennzeichnet also die hocheffiziente Herstellung, den Betrieb und die Reduktion gebauter Umwelt im Rahmen des Naturhaushaltes. Der Bereich von Fabrikbauten bietet mannigfaltige Potenziale für ökologische Ansätze wie Ressourcenschonung und Abfallvermeidung. Bei ausgedehnten Entwicklungsmaßnahmen wie neuen Gewerbeparks sollten Entwurfsstrategien Lebensräume der Grün- und Waldbereiche für artenreiche Biotope vernetzen, Emissionsschutz gegen Luftverunreinigungen oder Schall gewährleisten.

Es wird deutlich, dass es eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt, sowohl technische Investitionskosten als auch Betriebskosten bei möglicherweise gleichzeitiger Verminderung der Baukosten einzusparen. Industrie- und Handelskammer haben mittlerweile mit dem auf freiwilliger Basis angelegten Verfahren einer zertifizierten Ökobilanz nach EG-Umweltaudit die Weichen für einen bewussteren Umgang mit ökologischen Aspekten im Betrieb gestellt. Alle Einzelaspekte wie Luftraum, Erdreich, Wasserflächen, Hallenräume, Konstruktion, Fassaden und Dächer und die verschiedenen gebäudetechnischen Anlagen sollten am Anfang gleichgewichtig behandelt werden. Zu Beginn der Planung ist zwischen Architekt und Fabrikplaner im Einzelnen festzulegen, welche der zuvor genannten Themen eine vorrangige Rolle spielen sollen. Dies setzt voraus, dass alle Beteiligten zu einem möglichst frühen Zeitpunkt in das Planungsgeschehen eingebunden werden.