Kommunikation

In der traditionellen Fabrik wurde das Denken, Entscheiden und Durchführen aufgespalten. Heute wird die Gemeinsamkeit von Kopf- und Handarbeit zum Ideal. Um die steigende Komplexität zu beherrschen, müssen innerbetriebliche Reibungsverluste vermieden und eine enge räumliche Verzahnung der planenden und ausführenden Produktionsbereiche geschaffen werden. Dieser neue Teamansatz bedingt eine Kommunikationsarchitektur, die es erlaubt, Fehler in der Produktion schon im Ansatz zu erkennen. Neben Fehlerkorrektur und permanenter Qualitätssicherung begünstigt eine auf Vernetzung und Transparenz angelegte Architektur Möglichkeiten zur Kontaktbildung, Selbstbestimmung, Mitgestaltung von Arbeit und Umgebung.

Immer besser ausgebildete Mitarbeiter erwarten von ihren Arbeitsstätten zunehmend auch Aufenthalts- und Freizeitqualitäten. Untersuchungen haben gezeigt, dass 80 der innovativen Ideen durch informelle und nicht geplante persönliche Kommunikation zustande kommen. Um diesen Prozess zu unterstützen, ist die Fabrik in private, halböffentliche und öffentliche Räume sowie dezentrale Foren zu gliedern. Zunehmend öffnet sich die Fabrik damit für alle Arten von Veranstaltungen wie kleine Kongresse, wissenschaftliche Symposien, Vorträge aber auch Vernissagen oder Tauschbörsen. Förderlich für die spontane Nutzung und den raschen Wechsel der Einrichtung ist ein Werkstattcharakter. Aber auch Flure, Galerien und Treppenräume eröffnen neue Potenziale der Kommunikation. Sie bieten, räumlich aufgewertet, spontanen Gedankenaustausch und informelle Kommunikation und werden so zu wichtigen Denkräumen der neuen Fabrik.