Effizienz

Welches sind die strukturbildenden Kriterien der Gestalt eines Gebäudes? Welche Merkmale prägen Leistungs- und Wandlungsfähigkeit? Offensichtlich werden die hierfür maßgebenden Eigenschaften bereits im Bauentwurf sowie den späteren Detailausbildungen festgelegt.

Ein Manko der üblichen Gebäudeplanung liegt in der unzureichenden Definition entsprechender Planungsgrundlagen. Während ein Industrieprodukt über ein Pflichtenheft mit Eckwerten der Produktgestaltung im Team definiert wird, entstehen Gebäude mehr oder weniger zufällig.

Im technischen Design entstehen aus Ideen marktfähige innovative Produkte aus den vielfachen Sichten der Anforderungen aus Markt, Technologie, Herstellungskosten, formaler Qualität, Haltbarkeit und Produktionszeit.

Im Bauwesen fehlt demgegenüber sehr oft die systematische Entwicklung der Gebäudeelemente. Tragwerk, Hülle, Haustechnik und Ausbau werden erst nach Festlegung der Produktions- und Logistikstrukturen, meist ohne hinreichenden Weitblick, bestimmt.

Langfristige Investitionen in Gebäudeelemente ohne die Definition von Leistungsmerkmalen erinnern an den sprichwörtlichen Kauf der Katze im Sack. Es gilt daher, die Summe der Elemente eines Gebäudes als bewertbare Leistungsform aufzufassen. Dies kann helfen, Planungsfehler zu vermeiden und die in Szenarien erarbeiteten möglichen Veränderungen der Produkte, ihrer Produktionsprozesse und ihrer Logistik hinsichtlich der Auswirkungen auf bauliche und haustechnische Strukturen durchzuspielen. Zudem liegen die größten Potenziale zur Steigerung der Qualität sowie zur Minderung der Kosten in der ganzheitlichen Analyse und integralen Planung von Prozessen. Das gilt gleichermaßen für die Planung von Gebäuden wie technischen Anlagen für Produktion und Heizung, Klima und Lüftung.